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Geleitworte von ...

Renke Brahms, Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

(10.10.2013) — www.friedensbildung-ekm.de

Renke Brahms; Foto: Roland Schiffler"Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten. Wer aus dem Frieden Gottes lebt,
tritt für den Frieden in der Welt ein.""...gewaltfreien Methoden der Konfliktbearbeitung wird der Vorrang zuerkannt; den zivilen Friedens- und Entwicklungsdiensten wird für die Wiederherstellung, Bewahrung und Förderung eines nachhaltigen Friedens eine wichtige Rolle zugeschrieben."

Diese beiden Zitate aus dem Vorwort der Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Titel "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen" (2007) beschreiben einen breiten Konsens der evangelischen friedensethischen Position der EKD und ihrer Gliedkirchen. Wer den Frieden vorbereiten will, muss sich vor allem in der Friedensbildung engagieren. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) nimmt in der Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (Artikel 2, Absatz 6 der Verfassung) die Erfahrungen aus der Zeit als Kirche in der DDR und die Verbundenheit mit dem ökumenischen Konziliaren
Prozess ernst und verpflichtet sich zur Arbeit für den Frieden.

In der vorliegenden Konzeption für Friedensethik in Schule, Gemeinde und Jugendarbeit geht die EKM einen konkreten Schritt in der Verantwortung und der Vorbereitung für den Frieden. Dafür bin ich als Friedensbeauftragter des
Rates der EKD dankbar und sehe dieses Engagement mit großem Respekt. Die Konzeption ist anschlussfähig an ein Projekt der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), der Arbeitsgemeinschaft Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD.

Angesichts vieler gewaltsamer und kriegerischer Konflikte auf der Welt, einer sich weiter drehenden Rüstungsspirale, einer veränderten Situation der Bundeswehr mit Auslandseinsätzen kommt der Friedensbildung eine hohe
Bedeutung zu. Die Aussetzung der Wehrpflicht und das damit verbundene Ende des Zivildienstes entlassen junge Menschen nicht aus der Situation und Verantwortung, sich zu orientieren. Nach wie vor stehen sie vor der Herausforderung, eine auch ethisch begründete Entscheidung zu treffen, ob sie den Wehrdienst oder einen freiwilligen sozialen Dienst leisten wollen, ob sie sich überhaupt in dieser Weise engagieren wollen. Zu dieser Orientierung trägt die Kirche in Religionsunterricht und Gemeinde bei.

Ich wünsche der Friedensarbeit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit dieser Konzeption für Schule, Gemeinde und Jugendarbeit viele konkrete Schritte der Umsetzung und damit ein starkes Zeichen für den Frieden.

Renke Brahms
Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

Foto: Roland Schiffler

 

 

Losung & Lehrtext

15.10.2019
Der HERR spricht: Zum Licht für die Nationen werde ich dich machen, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht. Gott hat Christus Jesus erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist.
Jesaja 49,6 Philipper 2,9

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